Tierschutz/Straßentiere - Vergleich: Türkei und europäische Länder
Ich bin für Tierschutz, bin Hundebesitzer seit fast 20 Jahren. Aber ich bin auch für Fairness.
Wenn in Rumänien oder Spanien Hunde systematisch getötet werden, bleibt es oft still. In der Türkei wird jeder Vorwurf sofort politisiert.
Kritik ist wichtig – aber sie muss ehrlich, differenziert und frei von doppelten Standards sein. Deshalb habe ich nicht selbst, sondern über Chatgpt (künstliche Intelligenz) alles zusammentragen lassen, was zu finden ist - sowohl über die Türkei als auch über Deutschland
Sachlicher Bericht — Vorwürfe und Wahrheit zum Thema Straßenhunde in der Türkei
Behauptung / Vorwurf: Der türkische Staat bzw. Städte lassen massenhaft Hunde töten, Straßenhunde würden systematisch vergiftet oder „abgeschlachtet“.
Was tatsächlich stimmt – und was unklar bleibt
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Es existiert seit 2024 ein neues Gesetz in der Türkei, das es Kommunen erlaubt, Straßenhunde in bestimmten Fällen einzufangen und — unter engen Voraussetzungen — einzuschläfern statt sie dauerhaft auf der Straße zu belassen. Deutscher Tierschutzbund+2VETO Tierschutz+2
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Nach dem Gesetz dürfen nur Hunde getötet werden, die als krank, aggressiv oder als Gefahr für Mensch oder Tier eingestuft sind. deutscher-tierschutzverlag.de+2euronews+2
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Zahlreiche Tierschutzorganisationen (u.a. Deutscher Tierschutzbund, PETA Deutschland, sowie in der Türkei ansässige Gruppen) warnen davor, dass die Kriterien, wann Hunde als „gesund“ oder „nicht gefährlich“ gelten, vage seien — und befürchten deshalb, dass viele Hunde unnötig getötet werden könnten. Deutscher Tierschutzbund+2PETA Deutschland e.V.+2
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Es existieren Berichte und Medienmeldungen über konkrete Fälle, in denen Tierschützer glauben, Tiere seien unsachgemäß oder willkürlich getötet oder verschwunden — teils mit Bildern, Videos oder Zeugenaussagen. Deutscher Tierschutzbund+2VETO Tierschutz+2
→ Es gibt also eine reale Rechtsgrundlage für Tötungen — und Berichte über mögliche Fehlanwendungen. Die Situation ist in Teilen problematisch und verdient Aufmerksamkeit.
Warum viele Darstellungen übertrieben oder verzerrt sind
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Die Sprache vieler Kampagnen benutzt starke, emotional geladene Begriffe wie „Mörder“, „Abschlachten“, „Massaker“, „Vergiften“ — oft ohne unabhängige, überprüfbare Belege. Solche Übertreibungen drücken Empörung aus, erschweren aber eine sachliche Einordnung.
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Viele Behauptungen verallgemeinern: Einzelne Vorfälle oder Medienberichte werden dargestellt, als seien sie flächendeckend und landesweit — das entwertet seriöse Kritik und erschwert differenzierte Diskussionen.
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Es fehlen belastbare, verlässliche Zahlen: Aussagen über „hunderttausende getötete Tiere“ stammen häufig aus Schätzungen, Aktivistenberichten oder sozialen Medien — nicht aus offiziellen Statistiken oder unabhängigen Untersuchungen.
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Das neue Gesetz sieht strengere Regeln vor — das wird in vielen emotionalen Kampagnen ignoriert oder weggelassen. Stattdessen wird suggeriert, jede freie Fellnase sei jetzt akut bedroht.
→ Die Kombination aus emotionaler Sprache, pauschalen Verallgemeinerungen und fehlenden belastbaren Daten führt zu einem Bild, das zwar Aufmerksamkeit erzeugt — aber nicht zwingend wahrheitsgemäß ist.
🇩🇪 Warum der Blick auf Deutschland wichtig ist — und worin Unterschiede & Gemeinsamkeiten liegen
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In Deutschland ist das Einschläfern von Hunden durch Behörden oder Tierheime ebenfalls rechtlich geregelt: Die Tötung ist nur erlaubt, wenn „vernünftige Gründe“ vorliegen — z. B. schwere Krankheit, nicht therapierbares Leiden oder Gefahr. Gesetze im Internet+2ltk-rlp.de+2
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Auch Tiere mit aggressivem Verhalten können — nach strenger Prüfung und Ausschöpfung milderer Mittel (Leine, Maulkorb, Halteauflagen) — euthanasiert werden, wenn sie unvermittelbar und dauerhaft gefährlich sind. Tieranwalt+1
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Allerdings sind dies in Deutschland relative Einzelfälle, und es existiert keine gesetzliche Praxis der routinemäßigen Tötung von „Straßenhunden“, da solche Populationen (frei lebende Hunde) praktisch nicht vorhanden sind.
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Die Medien berichten nur selten über solche Einsätze — meist wenn ein besonders dramatischer Vorfall vorliegt. Das heißt: Auch in Deutschland gibt es amtliche Tötungen — aber sie sind selten und stark reguliert.
→ Der Unterschied zwischen Deutschland und der Türkei liegt weniger in der Existenz von Rechtsnormen, sondern vor allem in der Zahl herrenloser Tiere und in der praktischen Umsetzung.
✅ Schlussfolgerung & Warum man fair und differenziert bleiben sollte
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Es ist berechtigt und wichtig, Missstände in der Türkei zu kritisieren — insbesondere wenn konkrete Fälle dokumentiert sind und das Gesetz problematische Spielräume lässt.
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Es ist aber falsch, aus einzelnen Berichten oder Videos auf ein flächendeckendes, systematisches „Tötungsprogramm“ zu schließen — solide, überprüfbare Daten dafür fehlen bislang.
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Pauschaldelikate wie „Mörder“ oder „Tier-Genozid“ verhindern sachliche Debatte und Solidarität — sie delegitimieren stattdessen auch berechtigte Kritik.
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Ein fairer Vergleich mit Deutschland zeigt: Auch hier gibt es rechtliche Regelungen für Tötungen — aber unter engen juristischen Vorgaben und nur selten angewandt.
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Wer Tierschutz ernst nimmt, sollte auf Transparenz, verlässliche Daten und differenzierte Sprache bestehen — statt auf Emotionalisierung und Generalisierung.
Türkei
Bei diesen Angriffen verloren insgesamt 10 Menschen ihr Leben und 2.389 Menschen wurden verletzt.
Die Daten zu Hundeangriffen auf Menschen in der Türkei nach Jahren sind wie folgt:
2022:
1644 Hundeangriffe. 5 Menschen verloren ihr Leben, 932 Menschen wurden verletzt
2023:
1813 Hundeangriffe. 4 Menschen verloren ihr Leben, 990 Menschen wurden verletzt
bis Juli 2024:
812 Hundeangriffe, 1 Person kam ums Leben, 467 Personen wurden verletzt
Daten besagen, dass im Jahr 2024 in der Türkei 470.000 Menschen von Hunden gebissen wurden
(Quelle: Türkisches Gesundheitsministerium)
Durch Tiere verursachte Verkehrsunfälle:
Tiere verursachten 2.666 Unfälle.
Seit 2022 wurden 2.666 Verkehrsunfälle durch Tierkollisionen registriert.
37 Menschen verloren dabei ihr Leben.
1.078 dieser Unfälle ereigneten sich im Jahr 2022, 1.091 im Jahr 2023 und 497 in den ersten sieben Monaten des Jahres 2024.
(Quelle: Türkisches Innenministerium/TRT)
Straßenhunde, Tierschutz und die Türkei – ein europäischer Vergleich
Die aktuelle Debatte um den Umgang mit Straßenhunden in der Türkei löst seit Mitte 2024 international – besonders in Deutschland – starke Reaktionen aus. Dabei fällt auf:
Während Tierschutz in der Türkei regelmäßig medial skandalisiert wird, bleiben ähnliche oder schlimmere Zustände in anderen europäischen Ländern weitgehend unbeachtet.
Das neue Tierschutzgesetz wurde im Jahr 2024 verabschiedet.
Die Zuständigkeit hat dadurch jede Stadtverwaltung selbst und wurde allen Städten und Stadtteilen mit Bürgermeistern von der Regierung übertragen.
Das heißt, für das Beachten des Gesetzes ist der jeweilige Bürgermeister verantwortlich, er ist auch verantwortlich wenn er sich NICHT an dieses Gesetz hält.
Videos, die von Tierschützern in Sozialen Medien verteilt werden, mögen vielleicht echt sein, das kann ich nicht prüfen - doch hat wieder einmal der türkische Präsident oder seine Regierung nichts mit der eventuellen eigenständigen Handlung von Stadtverwaltungen und dementsprechenden Anordnungen von türkischen Städten zu tun, die Tiere laut Videos von heimischen und internationalen Tierschützern massenhaft getötet haben sollen.
Ist Töten von Tieren erlaubt?
Nein - denn auch in der Türkei ist das Tier schon lange keine "Sache" mehr wie im deutschen Gesetz, sondern ein LEBEWESEN - wer ein Tier einfach tötet, kann mit Gefängnisstrafen bis zu 3 Jahren rechnen - doch wo bleibt jetzt die Logik, wenn dieses Gesetz mit dem kollidiert, was Stadtverwaltungen laut den Fotos und Videos tun? Es kollidiert.
Das Einschläfern eines Tieres ist nach dem neuen Tierschutzgesetz der Türkei nur eingeschränkt erlaubt und das Gesetz enthält lediglich diesen Passus in dem auf den Artikel 9 Absatz 3 des türkischen Veterinärgesetzes hingewiesen wird:
Das Einschläfern von Tieren ist verboten. Jedoch kann ein Tierarzt entscheiden, a) bei Krankheiten, die dem Tier Schmerzen und Leiden zufügen oder nicht zur Genesung führen, b) bei akuten, ansteckenden Tierkrankheiten, die verhindert oder ausgerottet werden müssen oder eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, c) bei Verhaltensweisen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Mensch und Tier darstellen und deren negatives Verhalten nicht kontrolliert werden kann, Euthanasie durchzuführen. Die Euthanasie wird von einem Tierarzt oder unter dessen Aufsicht durchgeführt.
Das heißt wiederum - was in der Türkei passiert und Tierschützer anprangern, hat der jeweilige Bürgermeister der Stadt zu verantworten, der dort regiert.
Ob er von der Regierungspartei ist oder von der Opposition ist dabei nicht maßgebend, es liegt in der Verantwortung dieses einen Menschen in einer Stadt, die Gesetze selbst einzuhalten.
Er ist der Regierung untergeordnet und - er ist von den Menschen gewählt, die ihm in seiner Stadt vertrauen. So wie das auch in Europa in Städten ist.
Tut er das nicht, wird per Anzeige eine Ermittlung eingeleitet (so geschehen gegen die Stadtverwaltung Altindag , einem Stadtviertel mit eigenem Bürgermeister in Ankara.
Ich verstehe persönlich - wie viele - nicht, dass es immer noch nicht bekannt ist, dass die Türkei keine Einmann-Regierung ist, sondern wie in Deutschland die Verantwortung ebenfalls - wenn das Gesetz sie überträgt - bei den Bürgermeistern liegt.
Wenn es um Tierschutz geht, wird Kritik an der Türkei in Europa oft schärfer oder selektiver formuliert als gegenüber anderen Staaten mit ähnlichen oder sogar schwerwiegenderen Problemen.
Das liegt mitunter auch daran, dass es politisch gewollt ist - Europa ist seit der Zeit des Osmanischen Reiches im 19. Jahrhundert bemüht, die nachfolgende Republik Türkei bis heute in den Medien schlechter dastehen zu lassen, als sich selbst.
Das wird sich nie ändern - deswegen habe ich mit künstlicher Intelligenz von Chatgpt einen Vergleich erstellt, was Europa und Türkei bezüglich der "Zustände" in verschiedenen Ländern bezüglich Straßentiere betrifft.
Das soll jetzt überhaupt nichts beschönigen - es soll nur zeigen, dass man im eigenen Erdteil Europa weni
ger eifrig ist, was solche Medienberichte betrifft.
Dass Tierschützer in jedem Erdteil aktiv und auch sehr "biestig" werden können, ist bekannt. Das ist relativ normal, weil sich sonst niemand in diesen Ländern bewegen würde.
Dass sich die deutschen Medien jedoch hauptsächlich aus anderen politischen Gründen immer heftig auf die Türkei einschießen, ist allen, die sich mit dem Thema befassen, bekannt, dem Rest, der nie in der Türkei war und nichts darüber weiß, natürlich nicht. Hauptsächlich die deutsche BILD Zeitung ist in solchen Dingen sehr eifrig. Der Türkei-Hass ist in diesem Käseblatt richtiggehend zu spüren.
Deutschland
In Deutschland gibt es dokumentierte Fälle, in denen Hunde Menschen angegriffen oder getötet haben und anschließend eingeschläfert wurden. Hier sind einige
Beispiele:
1. Fall „Chico“ (Hannover, 2018)
Der Staffordshire-Terrier-Mischling „Chico“ tötete im April 2018 seine 52-jährige, im Rollstuhl sitzende Besitzerin und deren 27-jährigen Sohn in Hannover. Zwei Wochen nach dem Vorfall wurde der Hund von der Veterinärbehörde eingeschläfert. Der Fall erregte bundesweites Aufsehen, da trotz der tödlichen Attacke über 250.000 Menschen in einer Petition forderten, Chico am Leben zu lassen. Die Behörden entschieden sich jedoch für die Euthanasie, da Chico bereits zuvor als gefährlich eingestuft worden war und es Hinweise auf eine nicht artgerechte Haltung gab.
Quellen: Wikipedia, Süddeutsche.de, DIE WELT, Der Spiegel, Deutschlandfunk, Nova
2. Rottweiler-Angriff auf Kleinkind (Ort und Jahr nicht spezifiziert)
Ein Rottweiler griff ein zwei Jahre altes Mädchen an und verletzte es lebensgefährlich, indem er große Teile der Kopfhaut abriss und Bisswunden an verschiedenen Körperstellen verursachte. Ob der Hund anschließend eingeschläfert wurde, ist nicht explizit dokumentiert, jedoch ist dies in solchen Fällen üblich.
Quelle: Tieranwalt
3. Fall Volkan Kaya (Hamburg, 2000)
Der sechsjährige Volkan Kaya wurde im Juni 2000 in Hamburg von zwei Kampfhunden getötet. Dieser tragische Vorfall führte zu einer bundesweiten Debatte über die Haltung gefährlicher Hunde und resultierte in der Einführung des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes sowie verschärften Hundegesetzen auf Landesebene. Die beiden Hunde wurden nach dem Angriff eingeschläfert.
Quellen: Wikipedia, Tagesspiegel, Focus
Es gibt auch Statistiken in Deutschland, kann jeder selbst nachsehen. In den meisten dieser Fälle wurden die beteiligten Hunde nach behördlicher Anordnung eingeschläfert.
Diese Beispiele zeigen, dass in Deutschland nach schweren oder tödlichen Hundeangriffen häufig die Einschläferung des Tieres angeordnet wird.
Die Entscheidung basiert in der Regel auf einer Gefährdungsbewertung durch die zuständigen Behörden und dient dem Schutz der öffentlichen Sicherheit.
Hier nun - bis zum Schluss des Textes die Auswertung von der og. künstlichen Intelligenz, die ich zu diesem Thema befragt habe:
🔍 Vergleich: Türkei und europäische Länder

